Mittwoch, 31. Oktober 2007

To be in Goa

Wir kamen gestern kurz vor dem Sonnenuntergang hier in Palolem-Beach an und nutzen das bisschen Helligkeit, uns eine der vielen Huetten am Strand auszusuchen. Mein erster Eindruck gestern abend war ja bekanntlich 'Ruedesheim am Indischen Ozean'. Ich moechte mich an dieser Stelle bei allen Indern entschuldigen, ich habe diesem Fleckchen Erde arges Unrecht angetan. Ausgeruht und bei Tage betrachtet ist es eins der schoensten Orte, die ich bisher gesehen habe, und das waren ja mittlerweile einige Straende mehr als Leeheimer See, Baustelle Hurghada oder Muengersdorfer Stadion...
Lena und ich haben den Tag heute sooo genossen, wir spazierten an dem breiten Strand entlang, feinporiger Sand, warmes Meerwasser, wunderschoene gebirgige, aber gruen bewachsene Landschaft vor uns, auf die wir geradewegs zumaschierten und am Fusse dieser Landschaft verbarg sich ein kleines - Biotop nennt man das vielleicht - gebildet durch einen Staudamm, und dort machten wir eine dreiviertelstuendige Bootsfahrt mit einem liebeswuerdigen aelteren Inder, der bemueht war, uns so viele seltene, farbenpraechtige Voegel wie moeglich zu zeigen, deren Namen ich leider nicht kenne, und wir sahen auch eine Affenfamilie hoch oben in den Baeumen herumklettern.
Auf dem Rueckweg ueber den Strand Richtung unserer Huette tranken wir dann ein erfrischendes Bananen-Lassi (Lena) und ein Lemon-Soda, dazu ein Garlic-Naan, alles fuer ganz kleines Geld, und angekommen an der Huette duerstete mich nach einem Taesschen Kaffee, und wir genossen im Cafe sitzend den Blick aufs wild tobende, rauschende Meer, was noch verstaerkt wurde durch die Duefte der um uns herum tuetchenrauchenden Alt-Hippies. Das sind zum Teil mittlerweile fast Greise, weisshaarig, duerr, in Tuecher gewickelt, mit Baumwolltaeschchen und Doeschen, worin sich diverse Rauchutensilien (Drum - Halfzware Shag, Papers und das andere Besondere) und die Rupien befinden. Ich moechte an dieser Stelle keine Namen nennen, aber mir fallen da schon schmunzelnd einige Namen, auf die diese Personenbeschreibung passen wuerde, ein....
Na gut, Lena meckert mit mir, ich blogge zu viel, ich schliesse meinen Bericht fuer heute. Wir werden jetzt etwas essen gehen und Plaene fuer morgen machen, wir erkunden eventuell mal einen anderen Strand, den wir empfohlen bekamen. Aber ich verspreche meiner Leserschaft: ich werde berichten. Bilder zu alldem gibt es leider erst wieder am Wochenende,wenn wir zurueck in Hyderabad sind.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Mittagessen bei Shree


Heute ist endlich der große Tag: wir folgen Shree's Einladung zum Mittagessen in ihrer Wohnung für 13 Uhr. Endlich einmal sehen, wie eine waschechte Inderin lebt und eingerichtet ist und dazu noch indische Hausmannskost! Nach anfänglichen Schwierigkeiten, ihr Heim zu finden und einem Anruf bei ihr, sahen wir Shree, die uns schon auf der Straße erwartete und nach uns Ausschau hielt. Sie führte uns in ihr kleines Appartement, welches sie mit ihrer Freundin bewohnt. Während wir auf einer bezogenen Matratze Platz nahmen, begann Shree, auf dem Marmorboden, der zu diesem Zweck erst einmal gereinigt wurde, den Tisch zu decken. Es wurden immer mehr kleine Schüsseln und Töpfchen mit leckeren Curries und anderen Köstlichkeiten aus der Küche herangeschafft und dann nahmen wir - eigentlich üblich im Schneidersitz, das tat aber auf dem harten Boden so weh - irgendwie Platz, jeder von uns sortierte ein wenig seine Beine herum und dann begannen wir zu essen: der Teller bleibt auf dem Boden stehen und man isst Saucen und Reis mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand, damit die linke Hand sauber bleibt für das Getränk. Ich habe auf diese Art zum ersten Mal gegessen und hatte das Gefühl, Nase, Mund, Ohren, Wangen seien hoffnungslos vollgeschmiert. Auch meine rechte Hand sah aus, als hätte ich sie komplett im Essen versenkt, vor allem waren die Fingernägel hinterher geld gefärbt vom Curry. Shree fand das lustig, mir hats auch Spaß gemacht. Für die anderen war's ja schon fast Routine! Wir haben uns nach dem Essen noch ein wenig unterhalten und dann nach ca. 3 Stunden verabschiedet, wobei Shree es sich nicht nehmen ließ, uns vorher noch ihre Familienfotos zu zeigen und uns persönlich zur Rikscha zu begleiten. Es war ein sehr schöner Mittag, sie bestätigte mir noch mal das Bild, welches ich von den Indern habe: Immer lächelnd, gut gelaunt, freundlich, einfach liebe Menschen. (Natürlich schließe ich dabei die böse Frau und den bösen Mann aus, die mich beschimpften, weil meine Hose nicht bis über die Knöchel ging, was ich aber laut Shree ignorieren soll. Auch auf Matthias wurde wegen meiner zu kurzen Hose eingeredet.)
Lena und ich fuhren in einer Rikscha sodann in einen anderen Stadtteil, in dem wir Betttücher und Karomsteine für das "Billiard für Arme" kaufen wollten. Angekommen beschlossen wir, erst einmal den Zuckerrohrsaft eines Straßenverkäufers zu testen. Es war nämlich ausnahmsweise ein Verkäufer, der seine Zuckerröhren nicht auf dem Boden liegen hatte. Wir erhielten jeweils einen Becher dieses Getränks, jedoch hatte Lena bald zwei Becher, mir war das Gebräu trotz der Limetten zu süß und milchig.
Der Kauf der Karomsteine erwies sich als problemlos, sie werden hier in Sportgeschäften verkauft. Der Kauf von Betttüchern gelang uns auch, nachdem wir von einem freundlichen indischen Ehepaar den Höchstpreis, den wir für diese Tücher zahlen dürften, genannt bekamen und der circa die Hälfte des Preises ausmachte, den die Händler uns eigentlich gerne abgeknöpft hätten. Ich erwarb sogar einen Saristoff, der mir sehr gut gefiel und für den ich zu Hause sicher Verwendung in Form von Kissenbezügen etc. finden werde. Bevor wir den Heimweg antraten mussten wir noch mitansehen, wie die Traffic Police mit einem LKW durch die Straßen fuhr und die Straßenhändler, die ihre Stände oft auf der Fahrbahn stehen haben, weil auf den Bürgersteigen kein Platz ist, eben von dort vertrieben. Sie gossen den kompletten Inhalt einer Kanne mit Limettensaft (?) auf die Straße und nahmen das Gefäß gleich mit, trotz der Bitten des Händlers, ihm wenigstens das Gefäß wieder zurückzugeben. Andere Händler flüchteten gleich beim Anblick des sich nähernden Police-LKWs und verloren dabei Teile ihrer Waren, die auf die Straße fielen und zerbrachen. Die Leute sind alle sehr arm und das tat mir schon ziemlich leid.
Wieder zu Hause angekommen, übte sich Christian unter Lenas Internetanleitung im Anlegen eines Saris. Er erwies sich als sehr talentiert, ich verweise insofern auf die Fotos, diese Ausstrahlung und diese Grazie lassen sich an dieser Stelle einfach nicht in Worte fassen. Dann warteten die indischen Drei von der Tankstelle auf Steffie, die plant, in die Nachbarwohnung zu Matthias zu ziehen. Wie wird es dann weitergehen, werden aus den indischen Drei die indischen Vier von der Tankstelle werden, geht das überhaupt? Auf jeden Fall musste ich an diesem Abend hungrig ins Bett gehen, niemand war trotz mehrfacher Aufforderung bereit, mir ein Grilled Chicken zu kaufen, die hier so, so, so lecker sind.

Samstag


Nach einem herzhaften Dosenleberwurstfrühstück machten Lena, Matthias und ich uns - natürlich per Rikscha - auf den Weg zum Optiker. Der große Tag war gekommen, dass ich meine ersehnten Linsen bekommen würde. Jeder, der Linsen trägt, weiß, wie mühselig das erste Einsetzen der Linsen ist. Aber mein tränenreiches im Augapfelrumfummeln hier zu schildern, würde zu weit führen. Sie waren halt irgendwann drin und Lena suchte sich noch eine Brille mit matt-schwarzem Gestell aus und dann ging es nach drei Stunden Aufenthalt im klimatisierten Optikershop weiter - per Rikscha (ich glaube, ich habe noch nie so oft mit meinem Leben gespielt) - zum Citycenter, wo ich mir den ausgesuchten Rucksack für unseren Goa-Tripp kaufte und - da mittlerweile 14 Uhr und uns der Hunger plagte - wir etwas in den zahlreichen Restaurants essen wollten, die aber leider alle hoffnungslos überfüllt waren und somit blieb nur noch McDonald's, welcher sich im gleichen Gebäude befindet und solche Köstlichkeiten anbietet wie Chicken Maharaja Mac, McAloo Tikki oder McVeggie... Zufrieden und gesättigt machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel: Der Charminar (ein Denkmal, 56 Meter hoch mit vier Minaretten, Zentrum der Altstadt, südlich gelegen vom Fluss Musi. Der Charminar wurde vom Stadtgründer, dem König Quli Qutb Shah 1591 zur Erinnerung an das Ende der Pest gebaut) Ein fürchterlich touristisch überlaufenes Stadtviertel mit Hunderten von Straßenverkäufern, zum größten Teil wohl von Moslems besiedelt, Kinder versuchen nervtötend ihre Waren an den Mann/die Frau zu bringen, es war heiß und laut und einfach nur schrecklich. Es reizte uns auch überhaupt nicht, so nahe an das Charminar heranzugehen, dass wir überhaupt die Möglichkeit gehabt hätten, es zu besteigen. Mit Sicherheit hätten wir von da oben einen wunderschönen Blick über Hyderabads Straßenverkehr gehabt. Angesichts dieser überlaufenen Attraktion begaben wir uns dann doch lieber in die Fänge eines Perlenhändlers und ließen uns in seinem kleinen Lädchen seine "echten" Kostbarkeiten zeigen. Eigentlich wollte nur Matthias etwas kaufen bzw. sich einmal informieren, am Ende war ich dann auch stolze Besitzerin einer "echten" Perlenkette mit passenden Ohrringen für umgerechnet 10 Euro. Danach bummelten wir noch durch die vielen kleinen Stoffläden und ich erstand ein paar Eheringe für die Fußzehen für 20 Cent das Paar, natürlich echt Silber... (Ja, trauter Ehemann, du hast richtig gelesen: ein Paar! Für dich einen und für mich ). Ziemlich müde traten wir den Heimweg an und zum Glück hatte Christian in der Zwischenzeit seinen und Lenas Gehaltsscheck eingelöst, damit wir auch weiterhin kraftvoll ausgeben können....

Freitag, 26. Oktober 2007

Geplatzter Ausflug

Für Samstag waren wir eigentlich bei Shree, Lenas Lieblingsarbeitskollegin, zum Mittagessen eingeladen, aber so schnell kann sich alles ändern: Freitag Nachmittag schrieb mir Lena von der Arbeit aus eine E-Mail, dass wir von ihrem Abteilungsleiter eingeladen seien, den Samstag in seinem 200 km entfernten Dorf zu verbringen. Dafür sollten wir uns (einschließlich Terrormama) um 6 Uhr vor der Firma einfinden. Das hätte bedeutet: 4.30 Uhr aufstehen und mit noch nicht von Sonnenstrahlen erwärmten, nämlich eiskaltem Wasser duschen. Sie schrieb weiter, dass die Einladung von Shree auf den Sonntag verlegt sei. Bis Abends hatte sich das alles wieder geändert: Mangels Beteiligung fiel der Ausflug ins Dorf in den Dorfteich. Shree war wohl überglücklich, dass wir trotzdem Sonntag kommen, da sie wohl davon ausging, dass wir als Deutsche sonntags beten und keine Besuche machen. Sie war einmal fünf Monate in Deutschland und wer unsere toten Sonntage sieht, kann leicht dem Irrglauben erliegen, wir würden den ganzen Sonntag beten.
So haben wir plötzlich und unerwartet den Samstag heute zur freien Verfügung. Was daraus wird erzähl ich später. Wir wollen zum Optiker, wir wollen Betttücher kaufen sowie einen Rucksack für mich für unseren Trip nach Goa (ich habe einen schwarzen Gear-Rucksack im Auge für 10 Euro) und Carom-Steine. Dann planen wir noch einen Besuch des Charminars.....

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Lumbini-Park

Gestern abend machte ich mich (alleine) mit der Rikscha zum Lumbini-Park, wo ich mit den indischen Drei von der Tankstelle am Eingang des Parks verabredet war. Es handelt sich bei diesem Park um einen Vergnügungspark mit Kinderspielplatz und einer Kinderschienenbahn, Wasserplanschbecken für die Erwachsenen und die Kinder, es gibt verschiedene Kleinigkeiten zu essen, man kann sich von einem Straßenmaler zeichnen lassen und auch eine Frau, die die Hände mit Henna bemalt, gibt es dort. Nachdem man also den Eintritt gezahlt hat und durch die piepsende oder nicht piepsende Sicherheitstür gegangen ist, wird man von einer Inderin nochmals abgetastet und die Handtasche wird kontrolliert. Um sicherzugehen, dass es keine Bomben sind, macht man ein Foto mit der Kamera und schaltet das Handy einmal ein und aus. Der Lumbini-Park war ja Ziel der Terroranschläge im September. Es wurden dort mehrere Menschen getötet. Deshalb sind diese Sicherheitsmaßnahmen verständlich und berechtigt. Ein paar Meter vom Eingang entfernt befindet sich dann die Kasse für die Bootsfahrt, die uns über den See zu einer Insel bringen sollte, worauf sich die überdimensional große Buddha-Statue befindet. Zum Glück war es dunkel und man konnte anhand des Gestanks auf dem Boot nur erahnen, über welche Kloake man dort fährt. Beim Buddha angekommen, machten wir die obligatorischen Fotos, ließen uns ein wenig von den zahlreichen Stechmücken drangsalieren und traten dann die Rückfahrt an. Wieder im Park angekommen, leisteten wir uns jeder einen kleinen Becher gekochten Mais vermischt mit Butter und Salz für immerhin stolze 30 Rupies (= ca. 25 Cent) und machten uns auf den Heimweg. Irgendwie ziemlich müde, sind Lena und ich früh schlafen gegangen und es hat mich unter meinem dünnen Betttuch sogar ein wenig gefröstelt gegen Morgen, es ist wohl ziemlich abgekühlt, es geht ja auf den Winter zu. Dafür wird es aber heute ein recht heißer Tag.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Meine 1. Rikschafahrt alleine

Nach einer kleinen Schüssel Buntwäsche, einem Frühstück - Toast mit Schmelzkäse - , etwas lesen und bloggen kam Lenas Anruf, ich solle mich jetzt mal auf den Weg zum Optiker machen, wir wollten uns dort treffen. Der Optiker ist in der Nähe von Lenas Arbeitsstelle, von der Wohnung aus ist es schon ein sehr gutes Stück zu fahren. So, nun musst du mutterseelenallein da raus! Du musst dem Rikschafahrer dein Ziel zubrüllen und beten, dass er dich versteht. Du musst überhaupt erst einmal eine Rikscha erhaschen! Aber: kaum war ich ein paar Schritte gelaufen, hielt auch schon ein Fahrer an, ich nannte ihm mein Ziel "Shoppers Stop", er schüttelte den Kopf als Zeichen dafür, dass er "Ja" meinte (dieses Kopfwackeln sieht allerdings eher aus wie eine Nervenkrankheit) und ab ging die Fahrt einmal quer durch die große Stadt und noch ein kleiner Stop an der Tankstelle, wo Lena mich erneut anrief, um mir mitzuteilen, dass der Optiker sie darüber informiert habe, dass die Kontaktlinse nur für ein Auge (ich habe verschiedene Sehstärken) gekommen sei. Wir haben uns dann trotzdem dort getroffen und fuhren von dort weiter zu einer Shopping-Mall. Auch hier wieder die gleichen Kontrollen wie überall vor Supermärkten und Einkaufszentren. Die Taschen werden kontrolliert und man wird kurz abgetastet. Beim Verlassen des Zentrums werden die gekauften Waren mit denen auf dem Kassenzettel verglichen, damit man nicht im Markt eine Bombe kauft und diese mit heraus nimmt? Wir hatten einen erfolgreichen Einkauf, es gab einige schöne T-Shirts und für Lena noch eine Jeans und Converse-Schuhe. Danach gingen wir Pizza essen in einem nobligen europäischen Restaurant oben im Einkaufszentrum! Köstlicher Belag auf Dr.Oetker-Tiefkühlteig? Mit richtigem Besteck!
Danach kauften wir noch schnell 6 klitzekleine Rollen einlagiges Toilettenpapier (beschriftet mit 6 Rollen à 100 Gramm) für stolze 2 Euro und dann ging es wieder in einer wilden Rikschafahrt quer durch die laute, hupende, Auspuff-stinkende, völlig überfüllte Stadt nach Hause, oder wie Lena es auf den Punkt gebracht hat: Wie Autoscooterfahren - nur dass die Fahrfläche viel, viel voller ist. Am Straßenrand stand übrigens ein Schild: "Life is short, don't make life shorter". Ob sich das auf die Rikschafahrer bezog?
Und dann habe ich noch nicht von Lenas Überraschung erzählt und worauf wir uns beide sehr freuen: Lena hat vorgestern hinter meinem Rücken für uns beide einen Hin- und Rückflug nach Goa gebucht! Wir fliegen kommenden Dienstag los und kehren Samstag wieder zurück. Riesige Sandstrände, sauberes Meerwasser, kein Großstadtlärm erwarten uns. Dort haben wir beide richtig Urlaub und werden dunkelbraun :-)

Dienstag, 23. Oktober 2007

2. Teil Dienstag

Zu meiner Überraschung kam Lena heute schon recht zeitig nach Hause, so hatten wir ein bißchen mehr Zeit für einen Bummel durch die Stadt. Wir bzw. ich sind nämlich auf der Suche nach Bettwäsche, hier gibt es so wundervolle, bunte Stoffe. Aber man muss erst das richtige Viertel finden, welches für Stoffe zuständig ist. Was wir in Kaufhäusern an Bettwäsche gesehen haben, hat uns nicht so überzeugt. Danach haben wir ein paar notwendige Dinge des täglichen Bedarfs einkauft, u.a. ein Pooja Kit, das Equipment für die Herstellung eines Heim-Altars :-) Am Eingang des Supermarktes mussten wir unsere Taschen abgeben und wurden von einer Inderin abgetastet.
Anschließend waren wir wieder köstlichst speisen, natürlich mit den Fingern. Wir hatten Tandoori-Hähnchen und Buryani-Hühnchen, letzteres wird in einer Sosse serviert, und das kostete mich schon ein wenig Überwindung, die Hühnchen-Teile aus der Sosse heraus zu essen. Die Inder fummeln mit einer Hand in der Sosse das Fleisch von den Knochen. Ich habe mein Hähnchen dann auf die deutsche Art gegessen: in jeder Hand ein Ende des Knochens und herzhaft reingebissen, es hat wirklich sehr, sehr lecker geschmeckt. Dazu gab es warmes Brot und für jeden eine indische Thums-up-Cola (siehe Werbeplakat rechts), das alles zusammen für schlappe 4 Euro.
Als wir zu Hause waren, hat mir Lena ein Fotoalbum angelegt und dort kann man die ersten Bilder sehen.

Hier der Link zum Album:

http://picasaweb.google.com/wegmonika/Indien

Dienstag


Ich schlage die Augen auf und wer steht vor mir? Lena mit langärmliger Bluse! Ah, ich freue mich, vielleicht ein Zeichen, dass es heute ein kühler Tag wird? Mal schauen, was der Tag bringt, auf jeden Fall jetzt erst einmal ein Frühstück! Ich habe mal Lust auf Toast mit Spiegeleiern. Und das Internet geht mal wieder nicht.
Ich wasche Wäsche und gehe zum Aufhängen auf die Dachterrasse. Dort treffe ich - hm, ich glaube, das ist der indische Student, der dort oben auf der Dachterrasse wohnt, damit er zum Studieren Ruhe vor seiner Familie hat - und kämpfe mich redlich durch eine indisch-englische Konversation. Er wusste auch schon, dass ich Leenas Mutter bin, dass Leena mit mir nach Mysore fährt und dafür 2 Tage Urlaub nimmt und ich erfuhr, dass es im Dezember / Januar hier lediglich 18 Grad C warm sei. Nach meinem Ehemann fragte er mich noch und dass es in Indien nur 10 Tage Urlaub pro Jahr gibt - nu behaupte mal einer, ich könne kein Englisch!!!

Moni zum 1. Mal allein zu Haus

Montagmorgen, frühes Leben in den klebrig-feucht-warmen Wohnräumen, Lena nutzt die Gelegenheit, eine Bluse mit 3/4-Ärmeln anzuziehen, da es heute etwas kühl sei.... Bin noch sehr verschlafen, reibe mir vom gestrigen Ausflug die Sandkörner aus den Augen und frage mich, ob meine Tochter den Verstand verloren habe, liege im Bett und schwitze – ohne mich zu bewegen – wie ein Bauarbeiter und Lena nutzt die Kühle des Tages, um etwas Langärmeliges anzuziehen?

Was will man von einem Menschen verlangen, der sich in seiner Kindheit Kartoffelsuppe als Festessen für Weihnachten gewünscht hat, während andere sich an Weihnachtsgänsen labten? Auf jeden Fall ist die Bluse, die sie sich hier in Indien gekauft hat, wunderschön und: Soll sie doch schwitzen.

Alle Drei verließen um 8.30 Uhr das Haus, um mit der Rikscha zu ihrer Arbeitsstelle zu fahren und ich hatte den Tag zur Verfügung, mich mit der Buntwäsche und der Küche zu befassen - hier wird die Wäsche noch mit den Händen geschrubbt und dann auf der Dachterrasse aufgehängt – sowie mal meine Blogeinträge nachzuholen. Vielleicht auch etwas einzukaufen oder mir einen Snack, ein Samosa, ein köstliches, mit Kartoffelstückchen und Erbsen gefülltes frittiertes Kleingebäck, an der Ecke zu besorgen. Nix dergleichen, keinen Meter habe ich mich vor die Tür bewegt, war zu sehr mit Wäsche, Emails und Blogeinträgen beschäftigt, die ich mehrfach neu schreiben musste, weil mich das Internet mehrmals im Stich ließ und ich natürlich nichts abgespeichert hatte.

Gegen 20 Uhr kamen die (indischen) Drei (von der Tankstelle) mit Tüten voll Wasserflaschen und zwei zuckersüssen, saftigen Annanassen und künstlich-roter Glibberzahnpasta (man ist versucht, diese Masse an die Decke zu werfen, wie früher die Slimies) nach Hause und wir bereiteten das Abendessen, bestehend aus den restlichen Schweinesteaks aus Wallerstädten und Gurken-Tomaten-Salat und Toast aus Spencer's Supermarkt.

Dann verschwanden die Drei hinter ihren Notebooks und alle bedauerten Matthias, der nun endlich seit Samstag Internet hat, aber sich gleichzeitig auch einen Virus gefangen hat. Das Leben ist hier wirklich nicht einfach ;-)

2. Teil eines Sonntagsausflugs

Das Ende des sonntäglichen Ausflugs konnte ich leider gestern nicht mehr bloggen, da das Internet mal wieder zickte. Jedenfalls folgte auf den Ausflug noch ein köstliches und sehr scharfes Essen in einem indischen Restaurant hier in Musheerabad, der Stadtteil von Hyderabad, in dem die Drei wohnen. Sorry – man legt ja Wert auf die Bezeichnung „die indischen Drei von der Tankstelle“. Wir hatten Chicken Tikka und Kartoffelstückchen in einer Sosse und noch was Grünliches, in dem eine Art Mozarella-Käse war, alles ganz lecker und kostete mit Getränken für uns alle Vier zusammen nicht mal 10 Euro. Dann haben wir uns auf den Heimweg gemacht und unterwegs kaufte sich Lena noch eine in ein grünes Blatt gerollte Süssigkeit, die man solange kaut, bis es nicht mehr schmeckt. Christian kaufte für sich und mich auch noch etwas Leckeres ;-) und dann ließen wir den Tag zu Hause ausklingen und schauten uns vor dem Zubettgehen noch von der Dachterrasse aus ein Feuerwerk an. Irgendetwas wird hier seit Tagen gefeiert, hin und wieder hört man Umzüge durch die Straßen ziehen, aber wir wissen nicht, warum.

Montag, 22. Oktober 2007

2. Erwachen - ein böses Erwachen

Ha, so kann man sich irren: ich wachte zwar spät auf, dafür aber mit heftiger Übelkeit und dem, was der Indientourist so fürchtet ... und begann meinen 2. Tag in der europäischen Nasszelle dieser Wohnung. Nach einem kargen und magenfreundlichen Frühstück entschieden sich "die Drei" für einen Ausflug zum Golconda-Fort - eine riesengroße "Burg"-Anlage aus dem 16. Jahrhundert. Es war wolkenlos und heiß, wir standen auf staubiger Straße und warteten auf den hoffnungslos überfüllten Bus, der dann auch irgendwann kam und um uns Vier noch überfüllter wurde. Fast zerquetscht von Menschen hieß es dann irgendwann "Aussteigen" und auf ging es zum nächsten Bus. Nachdem wir darin auch einige Zeit gequetscht und schwitzend verbrachten, hieß es wieder "Aussteigen". An diese beiden Busfahrten hängten wir noch eine Rikschafahrt, die uns bis vor den Eingang der Fortanlage brachte. Gleich wurden wir von Postkartenverkäufern überfallen, die uns immer 19 Stück anboten - eine Glückszahl oder eineinhalb Dutzend plus eine umsonst? Kaum waren wir diese los, hatten wir einen potentiellen Guide am Hals, der uns durch bestimmende Ansagen klar machen wollte, in welcher Art und Weise wir unseren Eintritt zu zahlen hätten, nämlich Lena für alle 4, und dann hätten wir sofort an einen von ihm gezeigten Platz zu kommen, und dann wären wir sicher viel Geld losgeworden. Hellhäutig wie wir alle nun mal sind, hatten wir ohnehin jeweils 100 Rupies zu zahlen, ich glaube, die Eintrittspreise für Einheimische betragen nicht mal ein Zehntel davon. Nun gut, wir zahlten alle unseren Touristenpreis, entledigten uns aller Personen, die uns etwas Gutes tun wollten und machten uns auf den Weg erst einmal durch die Parkanlage dieses Forts, das wie eine riesige Burganlage ausschaut. Hoch oben sah ich das Ziel, welches mir zu hoch erschien, als dass ich es unbedingt bei dieser Hitze anstrebte. Lena, die ich auf meine Seite zog, und ich ermunterten Matthias und Christian zum Aufstieg, während wir beide uns auf einem Mäuerchen sitzend an einem indischen halbgeschmolzenen Cornetto-Eis labten. Unter freundlichen Blicken begannen Lena und ich sodann auch den Aufstieg, machten öfters mal eine Rast und die Inder nutzten gleich die Gelegenheit, ein Foto von ihrem Freund etc. so zu machen, dass wir zufälligerweise auch drauf sein mussten. Man kann sie damit ärgern, indem man immer ein Stückchen weiter weg geht. Einige sprachen uns auch direkt an, postierten ihre Frauen und Kinder um uns, fragten noch kurz, woher wir kämen, damit sie auch Auskunft geben können, woher ihre Freunde, die da im Wohnzimmer hängen, kommen, man tauscht Lächeln aus und dann ging es weiter bis hoch oben rauf, wo sich ein Hindu-Tempel befand. (Ein paar Bildchen kommen auch noch, muss erst noch mit Lena eine Galerie erstellen.) Mit zitternden Knien nach dem Abstieg erreichten wir Matthias und Christian wieder auf einer Wiese, wo gerade ein paar indische Boys ein Fotoshooting veranstalteten. Dann bat uns noch ein junger Inder um eine Euro-Münze und strahlte über ein 10-Cent-Stück, welches ich noch in der Tasche hatte, wofür er sich herzlich bei Christian und Matthias bedankte, obwohl es ja von mir war. Das ist auch so ein wunder Punkt bei Lena, dass Christian im Restaurant gefragt wird, was Lena möchte ...

Erstes indisches Erwachen

Nach einem erholsamen festen Schlaf, bei dem ich nicht den angekündigten, frühmorgendlichen Moschee-Schreier und auch nicht die Lunge-aus-dem-Hals-Husterei bzw. Schlimmeres eines Nachbarn hörte gab es erst einmal ein Frühstück ohne Ei (Leute, die mich kennen, wissen, was das bedeutet, aber es wurde dann doch noch ein schöner Tag :-). Während Matthias noch einmal den Kampf mit dem Internet-Mann aufnahm (der sagt nämlich telefonisch immer zu, er käme in 5 Min.), machten Lena und ich uns per Rikscha auf den Weg in die Stadt. Wer Achterbahnfahren liebt, ist in einer Rikscha mit so nem Mofamotor genau richtig. Jedenfalls ist der Fahrtwind recht angenehm und wenn man einen "umsichtigen" Fahrer hat, kann das eigentlich auch ganz schön sein. Zudem kommt ja auch noch der etwas ungewohnte Linksverkehr hinzu. So, wir fuhren also in die Stadt, genau genommen zum indischen OPTIKER, um uns Kontaktlinsen fertigen zu lassen. Zum Glück ist ja Lena schon längere Zeit hier, ich hätte das Englisch des Optikers nicht verstanden. Ich brauche auch immer eine gewisse Zeit, um wieder ein wenig flüssig reden zu können, aber das war ja am Samstag mein 1. Tag in der indischen Öffentlichkeit, obwohl ich beim Sehtest dann doch etwas beleidigt war, als der Optiker Lena fragte, ob sie ihm meine Buchstaben, die ich ja von der Tafel ablesen musste, übersetze. Also, das hab ich dann wohl noch alleine hingekriegt. Nun hat Lena schon ihre Testlinsen, ich bekomme meine erst am "Wätnessdäj", die mussten bestellt werden, weil sie für nah und fern sind und außerdem ich zwei verschiedene Sehstärken habe und dann werden wir die Welt mit ganz anderen Augen sehen. Danach hatten wir noch etwas Zeit zum Bummeln, wir sind ja erst sehr spät losgefahren und der Besuch beim Optiker war sehr ausgiebig. Wir fuhren in ein Einkaufszentrum, ließen unsere Taschen kontrollieren, damit wir uns nicht später als Terroristen entpuppen, und kauften uns zuerst einmal einen Becher gekochten Mais, mit Salz und Käse verrührt schmeckt das ganz köstlich. Und dann schnüffelten wir ein wenig im Kaufhaus herum. Und in dem Umfang, wie es bei uns in einem Kaufhaus Damen-Sachen gibt, steht hier die Männerwelt im Vordergrund. Wenn man sich vorstellt, wie gerne mein Michael zum Beispiel neue Kleidung kauft, müssten die Geschäftsleute hier eigentlich elendig verhungern....
Dann tranken wir noch einen richtigen Cappucchino (!) mit Muffin und Donuts und machten uns sodann per Rikscha wieder auf den Heimweg bzw. kehrten noch bei Spencer's ein,wo wir Salatzutaten für das Frikadellen- und Steak-Abendessen besorgten und in einem separaten Lädchen im Supermarkt in die Männerdomäne "Alkohol kaufen" eindrangen. Eine Flasche Bier wollten sie Lena ja noch verkaufen, aber gleich vier? Von dem Erwerb eines Fläschchen Weins nach einem Blick auf die Preisschilder habe ich Abstand genommen, zwischen 12 und 16 Euro dafür zu zahlen, war mir dann doch zu viel. Mit unseren Einkäufen zu Hause ankommend strahlten uns Matthias und Christian entgegen, der Internetmann hatte seine Aufgabe erfüllt und Matthias steht uns für Gespräche, Mahlzeiten etc. ab sofort nicht mehr zur Verfügung :-) (neidische Anm.d.Verf.).
Es ist eine ganz andere Art, Urlaub zu machen. Lena und die "Jungs" sind ja schon eine Weile hier, man kennt sich aus, es ist vieles selbstverständlich, wozu man im Urlaub erst einmal ein paar Tage benötigt, um sich zu orientieren. Die drei kennen die Rikschapreise und man kann sie nicht übers Ohr hauen, man hat schon am eigenen Leib erfahren, an welchem Stand man sich einen Snack kaufen kann, der einem bekommt und was uns überhaupt schmeckt, und wo die Märkte sind, welche Dinge man wo am besten bekommt oder in welchem Restaurant man gut isst. Und ich kam Freitag abend an und bin gleich mitten drin im Alltag.
Jedenfalls war mein erster Tag in Hyderabad ein schöner Tag! Und auch in dieser Nacht werden mich der Motorradlärm, hupende Rikschas und Autos, hustende oder Choräle singende Menschen, bellende Hunde da draußen vor unserem Haus nicht tangieren und ich werde in den späten Morgenstunden meines zweiten Tages ausgeruht und neugierig auf den neuen Tag erwachen ....

Sonntag, 21. Oktober 2007

Ich bin in Indien


Meine werte Leserschaft möge mir verzeihen, dass ich erst heute blogge, aber 1. gibt es hier nur einen PC für 3 Personen und 2. musste ich ja auch erst einmal etwas erleben und die neuen Eindrücke verdauen, denn das ist hier schon etwas ganz anderes als in Wallerstädten.... Heute sind aber alle zur Arbeit gegangen und ich kann euch den ganzen Tag an Christians Notebook mit dem 1. Wochenende in Indien unterhalten.
Michael brachte mich also zum Flughafen und pünktlich um 11.05 h startete die Lufthansa gen Indien mit dem Hinweis des Kapitäns, man möge doch bitte während des ganzen Fluges angeschnallt bleiben, da Turbulenzen erwartet würden. Da wäre ich eigentlich gerne wieder ausgestiegen, aber in Anbetracht meines Sitznachbarn, eines freundlichen, aber sehr korpulenten Inders war ich zuversichtlich, bei einem möglichen Absturz weich auf der Erde zu landen. Soweit beruhigt, schaute ich mich im Flieger um und stellte fest, dass hauptsächlich Inder meine Mitreisenden waren, die wohl zumeist am Frankfurter Flughafen lediglich umgestiegen waren, sie kamen aus Mexiko z.B., mein Sitznachbar aus Atlanta usw. Es waren hauptsächlich junge Leute mit vielen kleinen ein- bis zweijährigen Inder-Kindern, die man aber kaum bemerkte. Es war auffallend, dass sich beide Elternteile intensiv um ihre Kinder kümmerten und sie wurden unentwegt herumgetragen.
Steifgesessen landeten wir pünktlich um 23.20 h Ortszeit in Hyderabad. Jetzt kam es drauf an: Kamen meine 15 gebratenen Minutensteaks und die 10 Frikadellen sowie die 5 Dosenwürste sicher durch den Zoll? Ja, sie kamen, das interessiert hier keinen Menschen!
Dann mit meinem Gepäck nix wie raus, weil ich dachte, dass es nur hier im Flughafengebäude so warm sei. Aber als ich dann Lena mit ihrem selbstgemalten "MAMA"-Schild in der Menschenmenge sah,war die Schwitzerei kurzfristig vergessen. Ihre Mitbewohner, Christian und Matthias, gehörten ebenfalls zum Empfangskomitee - wohlwissend, welche Leckereien in meinem Gepäck verstaut waren, kümmerten sie sich folglich rührend um dieses :-). Sodann folgte meine erste Rikschafahrt: "Kleinigkeit, so ein Absturz mit nem Flieger" dachte ich bei mir, "Wärste doch mal früher mit so was gefahren, dann hätte dir vor nix mehr gegraut!" Aber - überraschenderweise - wir kamen an und ich betrat zum 1. Mal die mir durch Lenas, Christians und Matthias' Fotogalerie schon so vertrauten Wohnräume, die zwar karg eingerichtet aber ganz passabel sind und außer einem Gecko auch keine weiteren Mitbewohner hat. (Die Ameisen haben wohl vor den mitgebrachten, aber noch verschlossenen Ameisenköderdosen solch einen Respekt, dass sie sich nicht mehr blicken lassen). Und nach einem Schwätzchen folgte dann meine 1. Nacht in einer sehr lauten und mehr als kuschelig-warmen Millionenstadt, aber ich schlief, als wäre ich ganz allein auf der Welt und wäre von indischen Eltern den ganzen Tag herumgetragen worden :-). Bis morgen dann!

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Vor dem Flug

Noch 28 Std. bis zum Abflug! Eiskalte, schweißnasse Hände, Grummeln in der Magengegend. Zum Glück kam heute noch zur Ablenkung 50 % meiner Leserschaft und überbrachte mir diverse Gegenstände, die ich hier (noch) nicht benennen darf und die ich der Lena mitbringen soll. Als wahren Freund Lenas erkannte ich ihn jedoch nicht, ließ er sich doch nicht darauf ein, Lena um ein Glas Feigen"mama"lade zu erleichtern. Bemerkungen fielen wie: "Ich liebe FRISCHE Feigen auf Zypern!" Na gut, wenn ein Drittel*) meiner Leserschaft aus Snobs besteht - ich kann damit leben ;-)
Dann den blauen Blitz in Ali's Fahrkünste übergeben, dann mit gebratenen Frikadellen und Steaks zu Funky gehetzt vorm Feierabend, damit sie dort (ich hoffe geruchsneutral) eingeschweißt wurden. Ein bisschen graut es mir davor, dieses ganze Gesottene zwischen meine Wäsche in den Koffer zu packen.
Ich werde mich jetzt an die Endphase des Kofferpackens begeben, dann kommt die Minute der Wahrheit, wenn der Koffer auf der Waage steht; gespannt, wie viel Dosenwurst wieder entfernt werden muss.
Ade Leute, dies ist der letzte Gruß aus Deutschland!

*) Anmerkung:
Wie ich soeben erfahren habe, war lediglich 33,3333333333333 % meiner Leserschaft heute bei mir, 33,333333333333333 % kamen um 18 Uhr erst, die restlichen - jetzt wird's schwierig - 33,3333333333333333333333333 % treffe ich morgen.