Dienstag, 6. November 2007

The End Of The End

Nun, so will ich denn Lena Genüge tun und noch von meinem allerallerletzten Tag und der Heimreise berichten.
Meinen letzten Tag, den Montag, verbrachte ich in der Wohnung der indischen Drei von der Tankstelle, die zwischenzeitlich ja auf Vier aufgestockt wurden, nämlich Steffie, mit Wäsche waschen, putzen und vor allen Dingen Koffer packen. Lena hatte mir eine Menge Dinge herausgesucht, die ich für sie schon mit nach Deutschland nehmen sollte, z.B. gelesene Bücher, feste Wanderschuhe (Lenas Verhältnis zu Wärme schilderte ich ja bereits in einem früheren Blog) usw. So gegen 16.30 Uhr kam Steffie von der Arbeit (sie fängt morgens später an als die anderen und kommt dafür aber früher nach Hause) und half mir, den Reißverschluss des übervollen Trollies zu schließen, was einiger Geschicklichkeit bedurfte. Sodann - jetzt kommt überhaupt das Größte - schnitt sie mir eine süsse, saftige Ananas in mundgerechte Stücke und nachdem wir diese verspeist hatten, erschraken wir mächtig über einen freiwilligen Rückruf des Internetmannes, der für Steffie einen eigenen Anschluss freischalten sollte. Lena hat ja bereits über die Unzulänglichkeiten des Internet-Mannes berichtet. Jedenfalls wollte er wissen, ob er jetzt gleich vorbeikommen könne und - schwupp - eineinhalb Stunden später, nach mehrmaligen Rückfragen seitens Steffie - kam er auch prompt. Nach seinem Weggang ging dafür Matthias' Indernet nicht mehr.
Für den Abend hatten wir uns mit Matthias, Christian und Lena zum Essen verabredet und Steffie und ich machten uns auf den Weg zu unserem Treffpunkt. Wir suchten ein indisches Restaurant auf, welches schon etwas besseres war, jedenfalls gab es dort Löffel und Gabeln und für jeden Gast einen eigenen Kellner. Und ehrlich gesagt, schmeckte mir mein indisches "spicy Katei Chicken" mit einer Gabel noch viel besser. Das Gemansche mit den ungeübten Fingern ist ja mal ganz lustig, aber wir sind es doch nicht so gewohnt. Den letzten Bissen noch nicht ganz verschluckt, verlässt man in Indien dann das Lokal und wir gingen nach Hause, wo wir uns um den Mehrzwecktisch versammelten und mich dann doch langsam das Reisefieber packte. Gegen 23.oo Uhr machten Lena, ich und mein übervoller Koffer uns mit der Rikscha auf zum Flughafen, wo wir uns leider schon draußen voneinander verabschieden mussten. Als Besucher hat man einzig die Möglichkeit, gegen ein Entgelt von 60 Rupies in einem Nebenraum durch ein Gitter mit den Reisenden zu sprechen. Mit schlotternden Knien zog ich meinen Trolly zum Eincheckschalter, jedoch hatte ich nicht bedacht, dass ich mich mit meinem übergewichtigen Gepäckstück in Indien befand; der Koffer wurde kommentarlos angenommen. Nachdem ich Lena, die draußen stand und ebenfalls auf das Ergebnis des Eincheckens wartete, mit Handzeichen davon unterrichtet hatte, machte ich es mir im Security-Bereich mit einem Buch gemütlich und pünktlich um 2.15 Uhr startete mein Lufthansa Airbus, in dem ich mich auf vier leeren Plätzen, die ich für mich alleine hatte, ausstrecken konnte und kam mit Unterbrechungen immerhin auf 7 Stunden Schlaf! Auch pünktlich in Frankfurt ankommend, erwarteten mich schon meine Schwiegereltern und brachten mich in mein warmes Heim.
Den Tag zu Hause verbringe ich vor den Bergen dreckiger Wäsche und viel, viel leckerem Senseo-Kaffee, der mich ein wenig über den Abschied von Lena und ihren Mitbewohnern und einem wunderschönen, leider viel zu kurzen Urlaub hinwegtröstet.

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Lustig, das mit dem Putzen und Wäsche waschen ist dann doch in jedem Land gleich: Du musst es erledigen ;-)

Unknown hat gesagt…

das freut mich das dir die ananas geschmeckt hat :)
schoen das du heil angekommen bist.
liebe gruesse aus indien
stephanie