Sonntag, 28. Oktober 2007

Samstag


Nach einem herzhaften Dosenleberwurstfrühstück machten Lena, Matthias und ich uns - natürlich per Rikscha - auf den Weg zum Optiker. Der große Tag war gekommen, dass ich meine ersehnten Linsen bekommen würde. Jeder, der Linsen trägt, weiß, wie mühselig das erste Einsetzen der Linsen ist. Aber mein tränenreiches im Augapfelrumfummeln hier zu schildern, würde zu weit führen. Sie waren halt irgendwann drin und Lena suchte sich noch eine Brille mit matt-schwarzem Gestell aus und dann ging es nach drei Stunden Aufenthalt im klimatisierten Optikershop weiter - per Rikscha (ich glaube, ich habe noch nie so oft mit meinem Leben gespielt) - zum Citycenter, wo ich mir den ausgesuchten Rucksack für unseren Goa-Tripp kaufte und - da mittlerweile 14 Uhr und uns der Hunger plagte - wir etwas in den zahlreichen Restaurants essen wollten, die aber leider alle hoffnungslos überfüllt waren und somit blieb nur noch McDonald's, welcher sich im gleichen Gebäude befindet und solche Köstlichkeiten anbietet wie Chicken Maharaja Mac, McAloo Tikki oder McVeggie... Zufrieden und gesättigt machten wir uns auf zu unserem nächsten Ziel: Der Charminar (ein Denkmal, 56 Meter hoch mit vier Minaretten, Zentrum der Altstadt, südlich gelegen vom Fluss Musi. Der Charminar wurde vom Stadtgründer, dem König Quli Qutb Shah 1591 zur Erinnerung an das Ende der Pest gebaut) Ein fürchterlich touristisch überlaufenes Stadtviertel mit Hunderten von Straßenverkäufern, zum größten Teil wohl von Moslems besiedelt, Kinder versuchen nervtötend ihre Waren an den Mann/die Frau zu bringen, es war heiß und laut und einfach nur schrecklich. Es reizte uns auch überhaupt nicht, so nahe an das Charminar heranzugehen, dass wir überhaupt die Möglichkeit gehabt hätten, es zu besteigen. Mit Sicherheit hätten wir von da oben einen wunderschönen Blick über Hyderabads Straßenverkehr gehabt. Angesichts dieser überlaufenen Attraktion begaben wir uns dann doch lieber in die Fänge eines Perlenhändlers und ließen uns in seinem kleinen Lädchen seine "echten" Kostbarkeiten zeigen. Eigentlich wollte nur Matthias etwas kaufen bzw. sich einmal informieren, am Ende war ich dann auch stolze Besitzerin einer "echten" Perlenkette mit passenden Ohrringen für umgerechnet 10 Euro. Danach bummelten wir noch durch die vielen kleinen Stoffläden und ich erstand ein paar Eheringe für die Fußzehen für 20 Cent das Paar, natürlich echt Silber... (Ja, trauter Ehemann, du hast richtig gelesen: ein Paar! Für dich einen und für mich ). Ziemlich müde traten wir den Heimweg an und zum Glück hatte Christian in der Zwischenzeit seinen und Lenas Gehaltsscheck eingelöst, damit wir auch weiterhin kraftvoll ausgeben können....

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Silberne Ringe am Fuß... Passt das den zum goldenen am Finger?