Nach einer kleinen Schüssel Buntwäsche, einem Frühstück - Toast mit Schmelzkäse - , etwas lesen und bloggen kam Lenas Anruf, ich solle mich jetzt mal auf den Weg zum Optiker machen, wir wollten uns dort treffen. Der Optiker ist in der Nähe von Lenas Arbeitsstelle, von der Wohnung aus ist es schon ein sehr gutes Stück zu fahren. So, nun musst du mutterseelenallein da raus! Du musst dem Rikschafahrer dein Ziel zubrüllen und beten, dass er dich versteht. Du musst überhaupt erst einmal eine Rikscha erhaschen! Aber: kaum war ich ein paar Schritte gelaufen, hielt auch schon ein Fahrer an, ich nannte ihm mein Ziel "Shoppers Stop", er schüttelte den Kopf als Zeichen dafür, dass er "Ja" meinte (dieses Kopfwackeln sieht allerdings eher aus wie eine Nervenkrankheit) und ab ging die Fahrt einmal quer durch die große Stadt und noch ein kleiner Stop an der Tankstelle, wo Lena mich erneut anrief, um mir mitzuteilen, dass der Optiker sie darüber informiert habe, dass die Kontaktlinse nur für ein Auge (ich habe verschiedene Sehstärken) gekommen sei. Wir haben uns dann trotzdem dort getroffen und fuhren von dort weiter zu einer Shopping-Mall. Auch hier wieder die gleichen Kontrollen wie überall vor Supermärkten und Einkaufszentren. Die Taschen werden kontrolliert und man wird kurz abgetastet. Beim Verlassen des Zentrums werden die gekauften Waren mit denen auf dem Kassenzettel verglichen, damit man nicht im Markt eine Bombe kauft und diese mit heraus nimmt? Wir hatten einen erfolgreichen Einkauf, es gab einige schöne T-Shirts und für Lena noch eine Jeans und Converse-Schuhe. Danach gingen wir Pizza essen in einem nobligen europäischen Restaurant oben im Einkaufszentrum! Köstlicher Belag auf Dr.Oetker-Tiefkühlteig? Mit richtigem Besteck!
Danach kauften wir noch schnell 6 klitzekleine Rollen einlagiges Toilettenpapier (beschriftet mit 6 Rollen à 100 Gramm) für stolze 2 Euro und dann ging es wieder in einer wilden Rikschafahrt quer durch die laute, hupende, Auspuff-stinkende, völlig überfüllte Stadt nach Hause, oder wie Lena es auf den Punkt gebracht hat: Wie Autoscooterfahren - nur dass die Fahrfläche viel, viel voller ist. Am Straßenrand stand übrigens ein Schild: "Life is short, don't make life shorter". Ob sich das auf die Rikschafahrer bezog?
Und dann habe ich noch nicht von Lenas Überraschung erzählt und worauf wir uns beide sehr freuen: Lena hat vorgestern hinter meinem Rücken für uns beide einen Hin- und Rückflug nach Goa gebucht! Wir fliegen kommenden Dienstag los und kehren Samstag wieder zurück. Riesige Sandstrände, sauberes Meerwasser, kein Großstadtlärm erwarten uns. Dort haben wir beide richtig Urlaub und werden dunkelbraun :-)
Mittwoch, 24. Oktober 2007
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