


Meine werte Leserschaft möge mir verzeihen, dass ich erst heute blogge, aber 1. gibt es hier nur einen PC für 3 Personen und 2. musste ich ja auch erst einmal etwas erleben und die neuen Eindrücke verdauen, denn das ist hier schon etwas ganz anderes als in Wallerstädten.... Heute sind aber alle zur Arbeit gegangen und ich kann euch den ganzen Tag an Christians Notebook mit dem 1. Wochenende in Indien unterhalten.Michael brachte mich also zum Flughafen und pünktlich um 11.05 h startete die Lufthansa gen Indien mit dem Hinweis des Kapitäns, man möge doch bitte während des ganzen Fluges angeschnallt bleiben, da Turbulenzen erwartet würden. Da wäre ich eigentlich gerne wieder ausgestiegen, aber in Anbetracht meines Sitznachbarn, eines freundlichen, aber sehr korpulenten Inders war ich zuversichtlich, bei einem möglichen Absturz weich auf der Erde zu landen. Soweit beruhigt, schaute ich mich im Flieger um und stellte fest, dass hauptsächlich Inder meine Mitreisenden waren, die wohl zumeist am Frankfurter Flughafen lediglich umgestiegen waren, sie kamen aus Mexiko z.B., mein Sitznachbar aus Atlanta usw. Es waren hauptsächlich junge Leute mit vielen kleinen ein- bis zweijährigen Inder-Kindern, die man aber kaum bemerkte. Es war auffallend, dass sich beide Elternteile intensiv um ihre Kinder kümmerten und sie wurden unentwegt herumgetragen.
Steifgesessen landeten wir pünktlich um 23.20 h Ortszeit in Hyderabad. Jetzt kam es drauf an: Kamen meine 15 gebratenen Minutensteaks und die 10 Frikadellen sowie die 5 Dosenwürste sicher durch den Zoll? Ja, sie kamen, das interessiert hier keinen Menschen!
Dann mit meinem Gepäck nix wie raus, weil ich dachte, dass es nur hier im Flughafengebäude so warm sei. Aber als ich dann Lena mit ihrem selbstgemalten "MAMA"-Schild in der Menschenmenge sah,war die Schwitzerei kurzfristig vergessen. Ihre Mitbewohner, Christian und Matthias, gehörten ebenfalls zum Empfangskomitee - wohlwissend, welche Leckereien in meinem Gepäck verstaut waren, kümmerten sie sich folglich rührend um dieses :-). Sodann folgte meine erste Rikschafahrt: "Kleinigkeit, so ein Absturz mit nem Flieger" dachte ich bei mir, "Wärste doch mal früher mit so was gefahren, dann hätte dir vor nix mehr gegraut!" Aber - überraschenderweise - wir kamen an und ich betrat zum 1. Mal die mir durch Lenas, Christians und Matthias' Fotogalerie schon so vertrauten Wohnräume, die zwar karg eingerichtet aber ganz passabel sind und außer einem Gecko auch keine weiteren Mitbewohner hat. (Die Ameisen haben wohl vor den mitgebrachten, aber noch verschlossenen Ameisenköderdosen solch einen Respekt, dass sie sich nicht mehr blicken lassen). Und nach einem Schwätzchen folgte dann meine 1. Nacht in einer sehr lauten und mehr als kuschelig-warmen Millionenstadt, aber ich schlief, als wäre ich ganz allein auf der Welt und wäre von indischen Eltern den ganzen Tag herumgetragen worden :-). Bis morgen dann!
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